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Videobeiträge

Im MoneyMuseum gehen wir Geld auf den Grund – in kurzen Videos zu Wirtschaft, Münzen, Literatur und grossen Fragen des Denkens. Diese Beiträge sollen Denkanstösse geben und neue Blickwinkel öffnenHier finden Sie jene video-basierten Beiträge, die wir wöchentlich brauchen. 

Geld

Geld in der Literatur

Letzte Änderung:09/12/2025

Thesen über Geld - Erklärvideos

Kernaussagen zu "Der Fall Geld"

1. Geld ist kein neutrales Werkzeug, sondern ein Verdächtiger mit eigener Agenda, der tiefgreifend unsere Welt formt .

2. Großkrisen wie Krieg, Klima, Ungleichheit kreisen immer um Geld, das scheinbar als Lösung, aber auch als verdeckter Mitverursacher erscheint.

3. Das moderne Geld ist fundamental verschieden vom Geld vergangener Epochen: Es ist keine Ware, sondern ein abstraktes, universelles Tauschmittel.

4. Die wahre Macht des Geldes liegt im eingebauten Wachstumszwang – die Systemlogik verlangt, immer mehr Geld zu generieren als zuvor ausgegeben wurde.

5. Geld entsteht in einem endlosen Kreislauf durch Kreditschöpfung, woraus ein systemischer Zwang zu stetigem Wachstum und Verschuldung folgt.

6. Geld funktioniert nicht isoliert, sondern ist mit Staat und modernem Privateigentum als „Komplizen“ verzahnt – beide sind historisch und funktional miteinander verbunden.

7. Die finale These: Nicht der Kapitalismus als Ideologie ist der eigentliche Täter, sondern das Geldprinzip selbst – Geld ist das Kapital, der eigentliche Motor von Ausschluss und Wachstumszwang.

Kernaussagen zu "Erfindung des Geldes"

1. Die traditionelle Entstehungsgeschichte des Geldes als Tauschmittel ist ein Mythos, ist historisch falsch.

2. Gesellschaften hatten schon lange „Geld“-ähnliche Mittel, bevor es Märkte gab; Ursprung des Geldes liegt in sozialen Schulden und Friedenssicherung.

3. Frühes Geld diente dem Ausgleich bedeutender sozialer Verpflichtungen (Brautpreis, Wiedergutmachung), nicht dem Handel.

4. Die Reise vom physischen Objekt (Muscheln, Armreife) zum abstrakten Zahlenwert war ein langer, kultureller Prozess.

5. Moderne Geldwirtschaft zwingt Unternehmen und Individuen ins Gewinn- und

Wachstumsparadigma; Überleben setzt Profit voraus.

6. Die Logik des Geldsystems prägt Denkweisen, Wahrnehmung und die Philosophie der Moderne – ökonomische Struktur beeinflusst das Weltbild.

7. Geld und das Geldsystem sind eine menschliche Erfindung, keine Naturgesetze;

Alternativen sind denkbar, wenn die Grundregeln verändert werden.

Kernaussagen von "Die Wachstumsmaschine"

1. Wirtschaftswachstum gilt als universelle Lösung, ist aber in Wahrheit ein systemischer Zwang des Geldsystems.

2. Monetäres Wachstum wird zur Priorität, materieller Wohlstand ist oft nur Nebeneffekt oder steht sogar im Konflikt dazu.

3. Kapital ist kein Ding, sondern ein sozialer Prozess: Ziel ist, aus Geld mehr Geld zu machen.

4. Modernes Geld entsteht durch Kreditvergabe – und jeder Kredit trägt den Wachstumsbefehl in sich, da Zinsen erwirtschaftet werden müssen .

5. Dieser Mechanismus erzwingt ständigen Wettbewerb und permanenten Wachstumsdruck – das System kann ohne Wachstum nicht funktionieren .

6. Der Wachstumszwang führt zu problematischen Konsequenzen wie geplanter Obsoleszenz, Ressourcenverschwendung und ethischem Wettbewerbsnachteil .

7. Die Logik des Kapitalismus ist zutiefst mit dem Geldmechanismus verflochten; echteAlternativen erfordern eine grundsätzliche Reform des Geldsystems .

Kernaussagen von "Fortunatus"

Hier sind die 7 Hauptthesen der Geschichte von „Fortunatus – Unendliches Geld“, stichwortartig:

1. Die Geschichte stellt das Motiv der „magischen unendlichen Geldbörse“ ins Zentrum und hinterfragt, ob grenzenloses Geld wirklich Segen bringt.

2. Bereits zur Veröffentlichung 1509 traf die Geschichte einen Nerv: Sie spiegelt den gesellschaftlichen Übergang von aristokratischem Besitz zu Handelskapitalismus.

3. Die zentrale Wahl: Der Protagonist kann zwischen Weisheit und unendlichem Geld wählen – und entscheidet sich für das Geld.

4. Die Geschichte macht von Anfang an klar: Die Wahl des Geldes ist moralisch falsch, wahres Glück liegt in Weisheit und Mass.

5. Unendlicher Reichtum bringt für Fortunatus und seine Familie keine Erfüllung, sondern Neid, Gefahr und Streit.

6. Die magische Geldquelle wird zum Fluch weitergegeben: Wohlstand ohne Weisheit vernichtet die Familie.

7. Die Erzählung ist ein zeitloses Gleichnis: Materieller Reichtum allein macht nicht glücklich –es braucht die Fähigkeit, damit umzugehen.

Der „Fortunatus“ ist mehr als nur ein bedeutendes Werk der deutschen Literaturgeschichte; er ist eine brillante Parabel über die Macht des Geldes und die menschliche Verantwortung. Die Synthese aus packender Abenteuererzählung, tiefgründiger moralischer Reflexion und verblüffender Aktualität verleiht diesem Roman ein aussergewöhnliches kommerzielles und intellektuelles Potenzial. Eine Neuauflage, die den historischen Charme mit moderner Lesbarkeit verbindet, würde eine breite Leserschaft finden. So ein Projekt würde die seltene Chance bieten, einen Klassiker neu zu entdecken und ihn als das zu präsentieren, was er ist: eine unverzichtbare Lektüre für das 21. Jahrhundert.

Eske Bockelmann Summa

Letzte Änderung:08/12/2025

Antiquarische Werke

Herbach, Das Wechselbuch, 1716

 

Petrarca: Trostspiegel. Geschrieben 1380, Auflage 1580 mit vielen Holzschnitten. Symbolisiert den Schicksalsglauben und beschreibt die mittelalterliche Wirklichkeit. 

Conrad Gessner, Universalgelehrter um 1500 in Zürich. Conrad Gessners Historia animalium ist vor allem wegen ihrer prachtvollen Holzschnitte berühmt, doch seine Texte verdienen ebenso Beachtung. Tiere erscheinen nicht mehr als Zeichen Gottes, sondern als Nutztiere und Arzneimittel-Quellen. Das MoneyMuseum besitzt ein Exemplar der deutschen Ausgabe von 1606.

Die Stumpf-Chronik ist die erste grosse gedruckte Gesamtdarstellung der Geschichte und Topografie der Alten Eidgenossenschaft. Sie bündelt ältere handschriftliche Chroniken und humanistische Forschungen zu einem reich illustrierten Großwerk mit Text, Karten und Stadtansichten. Über rund 150 Jahre prägte sie Wahrnehmung, Erinnerung und Selbstbild der Schweiz.

Georgius Agricolas De re metallica (1556) gilt als das bedeutendste Werk der frühneuzeitlichen Montanwissenschaft. In zwölf reich illustrierten Büchern beschreibt Agricola systematisch den Bergbau seiner Zeit.

René Descartes’ De homine ist ein Schlüsseltext der frühneuzeitlichen Naturphilosophie. Darin entwickelt Descartes seine mechanistische Theorie des menschlichen Körpers.

Euklid, Ausgabe 1537. Euklid, der um 300 v. Chr. in Alexandria wirkte, gilt als „Vater der Geometrie“. Sein Hauptwerk, die Elemente, ist eine systematische Darstellung der damaligen mathematischen Kenntnisse und prägte über zwei Jahrtausende das wissenschaftliche Denken.

Die Reichsmünzordnung von 1551 war ein entscheidender Schritt zur Vereinheitlichung des zersplitterten Münzwesens im Heiligen Römischen Reich. Sie legte feste Münzfüsse und Feingehalte fest, um Handel und Steuereinnahmen zu stabilisieren und den massiven Wertverfall durch uneinheitliche Prägungen einzudämmen.

Joan Nieuhoffs China-Bericht von 1665 wurde sofort zu einem europäischen Bestseller. Aus Reiseaufzeichnungen zusammengestellt, faszinierte er mit detaillierten Beobachtungen eines damals kaum bekannten Reichs. Bereits im Erscheinungsjahr erschienen Übersetzungen ins Französische, Deutsche, Lateinische und Englische – ein früher publizistischer Triumph.

Andrea Palladio (1508–1580) war der einflussreichste Architekt der Renaissance. Mit seinen Villen, Palästen und Kirchen schuf er eine harmonische Architektur, die antike Proportionen mit praktischer Klarheit verband. 

Handschriftlicher Adelsbrief für Leopold Spitzl von Peitzenstein aus dem Jahr 1783. Solche Urkunden folgen strengen formalen Regeln, enthalten Wappenbeschreibungen und Rechtsprivilegien und spiegeln die hierarchische Gesellschaft der Spätaufklärung ebenso wie die Bedeutung staatlicher Anerkennung wider.

 

Conrad Conzetts Zeitung "Der Volksfreund", Ausgabe 1882. Die Ausgabe spiegelt die frühen Bemühungen wider, breiten Bevölkerungsschichten Zugang zu Wissen, vernünftiger Meinungsbildung und sozialem Fortschritt zu ermöglichen.

In Freien Stunden, das von Verena Conzett herausgegebene Familienmagazin, wurde zu einem der erfolgreichsten Schweizer Volksblätter des frühen 20. Jahrhunderts. Es verband Unterhaltung mit praktischer Lebenshilfe, politischer Bildung und sozialer Aufmerksamkeit. Das Magazin stärkte besonders Arbeiterfamilien und markierte Conzetts Weg zu einer einflussreichen Verlegerin.

Letzte Änderung:07/12/2025

Die Utopie der Arbeit

Arbeit sollte Energie geben, nicht rauben. Doch in unserer Gesellschaft ist sie oft zum reinen Mittel geworden, um Geld zu verdienen. Wer nur arbeitet, um seinen Lebensunterhalt zu sichern, verliert nach und nach die innere Verbindung zu dem, was er tut. Das blosse Gefühl, sich für Geld abzumühen, zermürbt – weil es das Schöpferische, Sinnstiftende verdrängt.

Inspiriert zu arbeiten scheint für viele Menschen eine Utopie zu sein. Doch das liegt weniger an ihnen selbst als an den Strukturen, in denen sie tätig sind: Effizienzdruck, Hierarchien und ständige Kontrolle lassen kaum Raum für Eigeninitiative oder Freude. Arbeit wird gemessen – an Zahlen, Zielen, Gewinn – statt an Lebendigkeit, Entwicklung oder Gemeinschaft.

Aber es gibt Wege, die Balance zurückzugewinnen. Sinn entsteht, wenn Arbeit als Beitrag verstanden wird – nicht nur zum eigenen Einkommen, sondern zum Ganzen. Selbstbestimmung und Vertrauen setzen Energie frei, weil sie Verantwortung ermöglichen. Und wo Kooperation wichtiger wird als Konkurrenz, wandelt sich Arbeit in etwas, das trägt statt erschöpft.

Vielleicht ist inspirierende Arbeit keine Utopie, sondern eine Aufgabe: unsere ökonomischen und kulturellen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass Arbeit wieder Ausdruck menschlicher Kreativität sein kann. Dann wäre sie nicht mehr das Gegenteil von Leben – sondern eine seiner schönsten Formen.

 

Letzte Änderung:09/11/2025

Weitere Utopien

Thomas Morus, Utopia. 1516

„Von der besten Verfassung des Staates und von der neuen Insel Utopia“, in dem Thomas Morus, wohl in Anlehnung an Platons Dialog Timaios, ein erfundenes Inselreich mit einer ganz anderen Gesellschaftsstruktur beschrieb, als sie zu seiner Zeit in England herrschte. 

Herzls Altneuland. Eine Vision. 1902

Theodor Herzls Altneuland entwirft ein utopisches Israel: sozial gerecht, ohne Rassismus, Militarismus oder Trennung der Bevölkerung – ein gemeinsames Land für alle. Gerade heute wäre eine Neuauflage hochaktuell. Die Hagalil-Edition existiert, ist aber vergriffen und nur noch als E-Book erhältlich.

Samuel Butler: Erewhon (1872)

Ein utopischer Klassiker voller Technikskepsis und Anti-Viktorianismus: In dieser Gesellschaft sind Armut, Krankheit und Behinderung Verbrechen, während Mord therapierbar gilt. Universitäten lehren Unvernunft, Kirchen dienen als Banken. Die vergriffene deutsche Übersetzung erschien 1998 in der Anderen Bibliothek.

William Morris. Kunst & Sozialismus

William Morris entwirft eine handwerkliche, selbstverwaltete Utopie: Gemeinschaften, die sich um Schönheit, Arbeit und gegenseitigen Austausch vereinen. Als Begründer des Arts and Crafts Movement feiert er Einfachheit und Kooperation. Die letzte deutsche Ausgabe erschien 2016 bei nautilus; Ruth Kinnas Würdigung ergänzt das Werk eindrucksvoll.

Bolo bolo. von Hans Widmer, 1983

Eine Schweizer Utopie von 1983, noch vereinzelt über linke Webseiten erhältlich. Sie beschreibt kleine, auf freiem Austausch basierende Gemeinschaften – ein vergessenes Gegenmodell zu Konkurrenz und Konsum. Ein Klassiker, dessen Wiederentdeckung heute neue Aufmerksamkeit und inspirierende Impulse verdienen würde.

Ethel Mannin. Bread and Roses, 1944

Diese Utopie ist eher eine Anleitung zur Entstehung von Utopien. Sie behandelt Prinzipien des utopischen Denkens, die Rolle von Kindern, Religion und Gemeinschaft. Mitunter technisch und belehrend, doch ein faszinierender, bislang nie ins Deutsche übersetzter Text über die schöpferische Kraft des utopischen Geistes.

Euhemeros. Heilige Schrift, 4. Jhdt. v. Chr.

Der Euhemerismus gilt oft als naive Religionstheorie – Götter seien vergöttlichte Menschen. Doch Euhemeros bettete diese Idee in die erste Utopie der Geschichte ein: Panchaia, ein vernünftiges, kommunistisches Inselreich, das vorbildliche Menschen statt Götter verehrt. Seine „Heilige Schrift“ richtet sich bewusst gegen Platons autoritäres Atlantis. Der nur über Diodor überlieferte Text ist kurz, aber in Kombination mit Iambulos’ Inseln der Sonne ließe sich seine Bedeutung als Ursprung der utopischen Tradition eindrucksvoll neu beleben.

Foignys „Australienreise“ 1670

Foignys Australienreise (um 1670) ist eine außergewöhnliche „Schiffbruch-Utopie“ auf einer Insel von Hermaphroditen. Anders als Morus, Campanella oder Bacon entwirft Foigny keinen idealen Staat, sondern eine egalitäre, staatsskeptische Gesellschaft. Besonders modern: die Aufhebung der Geschlechter und die Erfindung einer eigenen, geschlechtsneutralen Sprache.

A Country of Ghosts. Margaret Killjoy (2014)

Ein Journalist reist in eine wilde Bergregion, während sein autoritäres Heimatland Krieg führt. Dort entdeckt er eine herrschaftsfreie Gemeinschaft, die ihm wahre Freiheit offenbart. Diese neue, eindrückliche Utopie verbindet politische Kritik mit pädagogischem Erzählen – ein poetisches Plädoyer für Selbstbestimmung und friedliches Zusammenleben.

Fredric Jameson, American Utopia, 2016

Eine ungewöhnliche Utopie des marxistischen Literaturtheoretikers: Er sieht im amerikanischen Militär eine potenziell utopische Institution – international, sozial abgesichert, medizinisch versorgt, effizient und prinzipiell egalitär, wenn Ränge abgeschafft würden. Eine provokante, viel diskutierte Vision, die gesellschaftliche Ordnung radikal neu denkt.

Gerrard Winstanley. „The Law of Freedom in a Platform“ (1652)

Gerrard Winstanley, Anführer der „Digger“-Bewegung, wandte sich gegen Einhegungen und Privatisierung des Gemeinlands. Sein Pamphlet gilt als frühes Zeugnis eines ländlich geprägten Proto-Sozialismus und als Keimzelle des christlichen Sozialismus – ein leidenschaftliches Plädoyer für Gemeinschaft und gemeinsames Eigentum.

Joseph Déjacque, Utopie der Barrikaden, 1860

Joseph Déjacque, einst Anhänger Proudhons, wandte sich wegen dessen Frauenfeindlichkeit ab und entwarf mit L’Humanisphère: Utopie anarchique eine rational-humanistische Gegenutopie. Seine „Utopie der Barrikaden“ ist ein klassisch französisches, anarchistisches Manifest – poetisch, kämpferisch, emanzipatorisch. Die deutsche Übersetzung erschien vergriffen im Karin Kramer Verlag.

Lahontan. Dialoge und die indigene Stimme der Aufklärung, 1703

In dieser Dialogutopie diskutieren der französische Baron de Lahontan und der Wyandot Adario über Eigentum, Politik und Erziehung. Adarios indigene Perspektive stellt Europas feudale Ordnung radikal infrage. Ob fiktiv oder real – seine Stimme, wohl die des Kandiaronk, prägte Rousseau, Diderot und die gesamte französische Aufklärung.

Margaret Cavendish. The Blazing World. 1666

Ein früher feministisch-sozialistisch-mythologischer Roman, der eine leuchtende Gegenwelt entwirft – visionär, poetisch und bis heute inspirierend. Als Klassiker der utopischen Literatur verdient er eine neue, kommentierte Ausgabe. Die einzige erhältliche Fassung erschien einst im scaneg-Verlag, der wohl nicht mehr existiert.

Ursula K. Le Guins Roman Das Auge des Reihers,1978

Ursula Le Guins The Eye of the Heron ist eine der poetischsten und stillsten Utopien überhaupt – eine pazifistische Erzählung von Gemeinschaft und Widerstand. Obwohl Le Guins Werke meist gut zugänglich sind, erschien dieser Roman nur einmal, 1982, im Band FUTURA. Frauen schreiben Science Fiction – längst vergriffen.

Étienne Cabet. „Reise nach Ikarien“ (1840), Die Utopie vor Marx.

Ein klassischer frühkommunistischer Roman, der einen wohldurchdachten Staatssozialismus entwirft. Die daraus entstandene Ikarier-Bewegung fand im 19. Jahrhundert viele Anhänger und gründete mehrere, bald gescheiterte Kolonien. Eine seltene, längst vergriffene deutsche Übersetzung erschien im Karin Kramer Verlag.

Letzte Änderung:05/12/2025

Spielfilm: Frank Calloway

Frank Calloway ist ein erfahrener Ermittler und erhält von Heather Flower den Auftrag, eine Recherche über die dunkle Rolle des Geldes durchzuführen. 

Er soll die Spur vom Tauschmittel über Wert und Mehrwert verfolgen und bis tief ins Geheimnis des Geldes vordringen. Was löst den dauernden Wachstumszwang aus? Anfangs ist er verwirrt, da er weiss, dass es im Mittelalter Münzen gab und Menschen Dinge kauften. War das schon Geld?

Letzte Änderung:01/07/2025

.......Die einzelnen Kapitel

Ganzer Film: 55 Minuten, unterteilt in 10 Kapitel zu 5 Minuten.

00 - Der Auftrag

01 - Tauschmittel

02 Wert

03 Mehrwert

04 Geldschöpfung

05 Gelddeckung

06 Vermehrung

07 Konkurrenz

08 Der Staat

09 Eigentum

10 Kapital

Letzte Änderung:02/07/2025

.......Einführungsvideos

Letzte Änderung:05/07/2025

Film: Geld bewegt

Am Film Geld bewegt? ist besonders, dass er sechs Menschen ganz persönlich nach der Bedeutung von Geld für ihr eigenes Leben befragt. Die Antworten sind so individuell und unverwechselbar, dass sie ein überraschend vielschichtiges Bild davon zeichnen, was Geld für jeden Einzelnen bedeutet.

Letzte Änderung:11/08/2025

.......Die sechs Kapitel

Letzte Änderung:02/07/2025

The One-Million-Pound Note

The film “The Million Pound Note” (1954) is a British comedy film based on the Mark Twain short story “The Million Pound Bank Note”. In this film, two wealthy brothers, Oliver and Roderick Montpelier, engage in a bet. They give a randomly chosen poor man (Henry Adams, played by Gregory Peck) a one million pound note to see whether he can survive for a month without spending it. 

 

Der Film als Lehreinheit hier

Letzte Änderung:24/08/2025

Goethe erkärt die Geldfunktion

Ein berühmter Dichter und Finanzexperte fragte sich, wie das Fiasko von John Law möglich war – lag es am Einzelnen oder am System? Seine Entdeckung erschien ihm so ungeheuerlich, dass er sie zu Lebzeiten nicht veröffentlichen liess.

 

 

 

 

Das Booklet bietet einen Einblick in Goethes "Faust" und beleuchtet zentrale Themen wie den faustischen Pakt, die Rolle des Geldes und die Kapitalfunktion – jeweils mit ausgewählten Zitaten und kurzen Interpretationen. Es verbindet literarische Reflexionen mit aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen und zeigt, wie der Mythos Faust auch heute noch von grosser Bedeutung ist.


 

Letzte Änderung:24/08/2025

Fortunatus 1509

Fortunatus ist heute noch aktuell, weil er grundlegende Fragen zum Umgang mit Reichtum, zur Wirkung von Geld und zu menschlichen Sehnsüchten und moralischen Dilemmata thematisiert.

  • Zeitlose Fragen: Das Volksbuch aus 1509 behandelt den plötzlichen, scheinbar magischen Reichtum und stellt die Frage nach dem Wert des Geldes – ein Thema, das in einer Welt von Finanzspekulation, Konsum und sozialen Ungleichheiten weiterhin relevant ist.
  • Gesellschaftlicher Spiegel: Fortunatus entstand in einer Zeit des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruchs (Beginn des Kapitalismus, Aufstieg des Bürgertums). Die Auseinandersetzung mit Reichtum und seinen Schattenseiten (Gier, Ungerechtigkeit, Macht) ist heute so aktuell wie damals.
  • Symbolik: Die magische Geldbörse von Fortunatus steht als Symbol für den Wunsch nach finanzieller Sicherheit – ein Wunsch, der den Menschen bis heute begleitet.
  • Moralische Dimension: Die Geschichte mahnt, sich zu fragen: Wie gehe ich mit (plötzlich) erworbenem Reichtum um? Welche ethischen und sozialen Folgen sind damit verbunden? Wer Geld besitzt, steht auch immer vor der Frage nach Verantwortung.

Fortunatus bleibt aktuell, weil die grundlegenden Fragen nach Geld, Glück, Macht und Ethik nie an Bedeutung verlieren – und weil das Thema „magisches Geld“ (heute etwa Kreditwirtschaft, neue Zahlungsformen oder Finanzblasen) nach wie vor unser Denken und unsere Gesellschaft prägt.

 

 

Letzte Änderung:22/11/2025

Geldbegriffe definiert

Es ist wichtig, dass Geldbegriffe definiert werden, weil sie die Grundlage unseres wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Denkens bilden. Ohne klare Definitionen entstehen Missverständnisse, Machtverschiebungen bleiben unsichtbar und zentrale Fragen werden nicht gestellt. 

 

Letzte Änderung:03/07/2025

Eruption

Eruption ist eine Hommage an Silja Graupe, eine unermüdliche Kämpferin für eine zeitgemässe ökonomische Bildung. Der Film zeigt, dass neue Weltbilder selten allmählich entstehen, sondern meist durch eruptive Ereignisse angestossen werden. Auf solche Umbrüche sollte man vorbereitet sein, um im entscheidenden Moment handeln zu können. Die Vision: Ökonomische Bildung soll junge Menschen befähigen, Wirtschaften im umfassenden Sinn zu verstehen und drängende Fragen aktiv mitzugestalten – weit über reine Mathematik hinaus.

 

Letzte Änderung:03/07/2025

Wirtschaft

Oeconomia

Oeconomia. Die Wirtschaft. Fünf kurze Videos zeigen zentrale Akteure: Banken, Zentralbank, Unternehmen, Finanzwirtschaft und das System selbst. Im Zentrum steht Carmen Losmanns These: „Die Kredite von heute sind die Gewinne von morgen.“ Doch stimmt das wirklich?

Letzte Änderung:04/07/2025

Notebook_LM Slide Präsentationen

Hier finden Sie ausgewählte Videos zu MoneyMuseum-Texten, die mit Hilfe von google's NotebookLM-Programm in kurzen Slide Präsentationen zusammengefasst sind. 

Die Fünf Aspekte von Geld

Letzte Änderung:18/10/2025

Details zu Geld und Material

Letzte Änderung:18/10/2025

Details zu Geld und Zeit

Letzte Änderung:18/10/2025

Details zu Geld und Macht

Letzte Änderung:18/10/2025

Details zu Geld und Beziehung

Letzte Änderung:19/10/2025

Details zu Geld und Denkform

Letzte Änderung:19/10/2025

BIBLIOTHEK

Unsere schönsten Bücher präsentieren sich hier in einer Minute – wie ein Panorama aus Geschichten, Bildern und Ideen. Ein kurzer Blick genügt, um ihre Vielfalt und Schönheit zu erahnen und Lust auf mehr zu bekommen.

Antiquarische Bücher 16. Jahrhundert

1300 Marco Polo Faksimile (von 1900)

1470 Tschachtlan Berner Chronik Faksimile

1507 Etterlin Chronik

1515 Diebold Schilling Die Burgunder Kriege, Ausgabe 1743

1526 Plutarch De virtute morali

1531 Schwarzenbergs Cicero

1531 Euklid, Die Elemente, erste vollständige Zusammenstellung der euklidischen Texte

1535 Eidgenössische Schodoler Chronik Faksimile

1539 Boccaccio muleribus

1548 Stumpf Chronik

1549 Cicero, De Arte Rhetorica

1549 Aristoteles Buch der Ethik

1550 Boethius Trost der Philosophie

1550 Machiavelli Il Principe

1565 Luther Das Neue Testament

1567 Tischreden Luthers

1577 Simler Chronik der Eidgenossenschaft

1579 Chesseneux Catalogus Gloriae Mundi

1580 Heerbrand, Neuer Päpstlicher Ablass

1581 Sacrobosco Astronomia

1581 Zwingli Gesamtausgabe

1582 Winckler Vom Ende der Welt

1590 Boccaccio Il Decamerone

1596 Clavius Astronomia

Letzte Änderung:19/07/2025

Antiquarische Bücher 17. Jahrhundert

1607 Nautica Mediteraneo

1622 Stettler Chronik

1633 Constitution Criminalis Carolina

1633 Wechselbuch Ordonnancie

1655 Galileo Galilei Discorso

1657 Agricola De Re Metallica

1665 Codex Theodosianus

1665 Nieuhoff La Chine

1673 Ogilby Asia

1676 Savary Der perfekte Kaufmann

1680 Französische Kriegswirtschaft

1689 Lexikon Calvini

1696 Corpus Juris Canonici

1698 Palladius

Letzte Änderung:20/07/2025

Antiquarische Bücher 18. Jahrhundert

1711 Abraham Etwas für Alle

1713 Wilkins Verteidigter Copernicus

1716 Wechselbuch

1718 Galileo Galilei Opere

1718 Die Schlossdiebe und ihre Bestrafung

1721 Schatz- und Rentkammer, Frh. von Schrödern

1727 Commentarius Carolina Gerichtsordnung

1728 Pemberton Newton's Philosophy

1732 Homann Atlas Novus

1736 Tschudi Chronikum Helveticum

1738 Voltaire - Philosophie de Newton

1739 Lauffer Geschichte der Schweiz

1741 Histoire Cérémonie Picard

1749 Montesqieu L'Esprit des Loix

1748 Herrliberger Heilige Ceremonien

1756 Ferguson Newton Principles

1759 Todes-Tanz, Meyer Rudolf und Conrad

1759 Eisenhart Juristische Sprichwörter

1766 Schoepflin, Alsatia Illustrata

1774 Rousseau L’Emile

1768 Penther Sonnenuhren

1785 Kunkels Glasmacherkunst

1787 Cook's Dritte Reise

1796 Hebammen Unterricht

1797 Stedman Sklaverei in Surinam

1799 Platon Politeia, deutsche Übersetzung

Letzte Änderung:05/07/2025

Antiquarische Bücher 19. Jahrhundert

1810 Kleist, Michael Kohlhaas

1841 Burton Afrikanischer Sklavenhandel

1844 Töpffer Voyages en Zigzag

1852 John Stuart Mill

1890 News from Nowhere

1894 Thomas von Aquin, Summa Theologica, in Latein

 

Letzte Änderung:05/07/2025

Antiquarische Bücher 20. Jahrhundert

Rilke Das Stundenbuch

1922 Goethe, Werther

1922 Goethe, Iphigenie auf Tauri

1926 Platon Tres Epistolae

1926 Codex Manesse

1948 Samuelson Economics

1950 Voltaire Candide

1920 Papalagi

1957 Homo faber

2007 Harry Potter

DU-Magazin

Künstler Bücher

Manesse Bibliothek der Weltliteratur

Oltener Bücherei

Letzte Änderung:05/07/2025

Münzen

Leitwährungen der Welt

Vor 5.000 Jahren begann mit der Keilschrift die Schriftrevolution. Unter den Persern entstand das erste Gold-Silber-System, gefolgt von der athenischen Tetradrachme als früher Leitwährung des Mittelmeerraums. Rom prägte den Denar, was in Kriegszeiten zu Inflation führte. Im Mittelalter reformierte Ludwig der Fromme das Münzwesen, und der florentinische Fiorino stand für wirtschaftliche Stärke. Silbermünzen wie der Maria-Theresien-Taler wurden grenzüberschreitende Handelswährungen. Der französische Franc symbolisierte revolutionäre Ideen, während unter Georg III. Großbritannien seine Währung modernisierte – auf dem Weg zur nächsten globalen Leitwährung.
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Letzte Änderung:04/07/2025

Die Münzen der Römischen Republik


Im Schatten der Adler Roms erzählt die Münzgeschichte der römischen Republik – anhand einer sorgfältig kuratierten Sammlung, die das MoneyMuseum vor Jahren erwerben konnte. In diesem Video berichtet Lektorin Ursula Kohler vom großen Aufwand und der Sorgfalt, die in die Entstehung des Buches eingeflossen sind.
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Letzte Änderung:04/07/2025

20 Münzen die du kennen musst

Letzte Änderung:04/07/2025

Erfolgsstories

Erfolg lässt sich quantitativ leicht messen – doch spannend wird es, wenn Menschen erzählen, wie sie ihn erreicht haben. In nur zwei Minuten schildern die Probanden ihren ganz persönlichen Weg der Individuation – einzigartig, lehrreich und voller Anregungen zum Nachdenken.

Einführung zu den Erfolgsstories

Pius Notter

Art Furrer

Gabriella Baumann

Peter Koenig, money teacher

Andy Keel

Letzte Änderung:05/07/2025

Wege zum Erfolg

Letzte Änderung:06/12/2025