Geld in der Literatur

Im MoneyMuseum gehen wir Geld auf den Grund – in kurzen Videos zu Wirtschaft, Münzen, Literatur und grossen Fragen des Denkens. Diese Beiträge sollen Denkanstösse geben und neue Blickwinkel öffnen. Hier finden Sie jene video-basierten Beiträge, die wir wöchentlich brauchen.

1. Geld ist kein neutrales Werkzeug, sondern ein Verdächtiger mit eigener Agenda, der tiefgreifend unsere Welt formt .
2. Großkrisen wie Krieg, Klima, Ungleichheit kreisen immer um Geld, das scheinbar als Lösung, aber auch als verdeckter Mitverursacher erscheint.
3. Das moderne Geld ist fundamental verschieden vom Geld vergangener Epochen: Es ist keine Ware, sondern ein abstraktes, universelles Tauschmittel.
4. Die wahre Macht des Geldes liegt im eingebauten Wachstumszwang – die Systemlogik verlangt, immer mehr Geld zu generieren als zuvor ausgegeben wurde.
5. Geld entsteht in einem endlosen Kreislauf durch Kreditschöpfung, woraus ein systemischer Zwang zu stetigem Wachstum und Verschuldung folgt.
6. Geld funktioniert nicht isoliert, sondern ist mit Staat und modernem Privateigentum als „Komplizen“ verzahnt – beide sind historisch und funktional miteinander verbunden.
7. Die finale These: Nicht der Kapitalismus als Ideologie ist der eigentliche Täter, sondern das Geldprinzip selbst – Geld ist das Kapital, der eigentliche Motor von Ausschluss und Wachstumszwang.
1. Die traditionelle Entstehungsgeschichte des Geldes als Tauschmittel ist ein Mythos, ist historisch falsch.
2. Gesellschaften hatten schon lange „Geld“-ähnliche Mittel, bevor es Märkte gab; Ursprung des Geldes liegt in sozialen Schulden und Friedenssicherung.
3. Frühes Geld diente dem Ausgleich bedeutender sozialer Verpflichtungen (Brautpreis, Wiedergutmachung), nicht dem Handel.
4. Die Reise vom physischen Objekt (Muscheln, Armreife) zum abstrakten Zahlenwert war ein langer, kultureller Prozess.
5. Moderne Geldwirtschaft zwingt Unternehmen und Individuen ins Gewinn- und
Wachstumsparadigma; Überleben setzt Profit voraus.
6. Die Logik des Geldsystems prägt Denkweisen, Wahrnehmung und die Philosophie der Moderne – ökonomische Struktur beeinflusst das Weltbild.
7. Geld und das Geldsystem sind eine menschliche Erfindung, keine Naturgesetze;
Alternativen sind denkbar, wenn die Grundregeln verändert werden.
1. Wirtschaftswachstum gilt als universelle Lösung, ist aber in Wahrheit ein systemischer Zwang des Geldsystems.
2. Monetäres Wachstum wird zur Priorität, materieller Wohlstand ist oft nur Nebeneffekt oder steht sogar im Konflikt dazu.
3. Kapital ist kein Ding, sondern ein sozialer Prozess: Ziel ist, aus Geld mehr Geld zu machen.
4. Modernes Geld entsteht durch Kreditvergabe – und jeder Kredit trägt den Wachstumsbefehl in sich, da Zinsen erwirtschaftet werden müssen .
5. Dieser Mechanismus erzwingt ständigen Wettbewerb und permanenten Wachstumsdruck – das System kann ohne Wachstum nicht funktionieren .
6. Der Wachstumszwang führt zu problematischen Konsequenzen wie geplanter Obsoleszenz, Ressourcenverschwendung und ethischem Wettbewerbsnachteil .
7. Die Logik des Kapitalismus ist zutiefst mit dem Geldmechanismus verflochten; echteAlternativen erfordern eine grundsätzliche Reform des Geldsystems .
Hier sind die 7 Hauptthesen der Geschichte von „Fortunatus – Unendliches Geld“, stichwortartig:
1. Die Geschichte stellt das Motiv der „magischen unendlichen Geldbörse“ ins Zentrum und hinterfragt, ob grenzenloses Geld wirklich Segen bringt.
2. Bereits zur Veröffentlichung 1509 traf die Geschichte einen Nerv: Sie spiegelt den gesellschaftlichen Übergang von aristokratischem Besitz zu Handelskapitalismus.
3. Die zentrale Wahl: Der Protagonist kann zwischen Weisheit und unendlichem Geld wählen – und entscheidet sich für das Geld.
4. Die Geschichte macht von Anfang an klar: Die Wahl des Geldes ist moralisch falsch, wahres Glück liegt in Weisheit und Mass.
5. Unendlicher Reichtum bringt für Fortunatus und seine Familie keine Erfüllung, sondern Neid, Gefahr und Streit.
6. Die magische Geldquelle wird zum Fluch weitergegeben: Wohlstand ohne Weisheit vernichtet die Familie.
7. Die Erzählung ist ein zeitloses Gleichnis: Materieller Reichtum allein macht nicht glücklich –es braucht die Fähigkeit, damit umzugehen.
Der „Fortunatus“ ist mehr als nur ein bedeutendes Werk der deutschen Literaturgeschichte; er ist eine brillante Parabel über die Macht des Geldes und die menschliche Verantwortung. Die Synthese aus packender Abenteuererzählung, tiefgründiger moralischer Reflexion und verblüffender Aktualität verleiht diesem Roman ein aussergewöhnliches kommerzielles und intellektuelles Potenzial. Eine Neuauflage, die den historischen Charme mit moderner Lesbarkeit verbindet, würde eine breite Leserschaft finden. So ein Projekt würde die seltene Chance bieten, einen Klassiker neu zu entdecken und ihn als das zu präsentieren, was er ist: eine unverzichtbare Lektüre für das 21. Jahrhundert.
Eske Bockelmann Summa

Petrarca: Trostspiegel. Geschrieben 1380, Auflage 1580 mit vielen Holzschnitten. Symbolisiert den Schicksalsglauben und beschreibt die mittelalterliche Wirklichkeit.
Conrad Gessner, Universalgelehrter um 1500 in Zürich. Conrad Gessners Historia animalium ist vor allem wegen ihrer prachtvollen Holzschnitte berühmt, doch seine Texte verdienen ebenso Beachtung. Tiere erscheinen nicht mehr als Zeichen Gottes, sondern als Nutztiere und Arzneimittel-Quellen. Das MoneyMuseum besitzt ein Exemplar der deutschen Ausgabe von 1606.
Die Stumpf-Chronik ist die erste grosse gedruckte Gesamtdarstellung der Geschichte und Topografie der Alten Eidgenossenschaft. Sie bündelt ältere handschriftliche Chroniken und humanistische Forschungen zu einem reich illustrierten Großwerk mit Text, Karten und Stadtansichten. Über rund 150 Jahre prägte sie Wahrnehmung, Erinnerung und Selbstbild der Schweiz.
Georgius Agricolas De re metallica (1556) gilt als das bedeutendste Werk der frühneuzeitlichen Montanwissenschaft. In zwölf reich illustrierten Büchern beschreibt Agricola systematisch den Bergbau seiner Zeit.
René Descartes’ De homine ist ein Schlüsseltext der frühneuzeitlichen Naturphilosophie. Darin entwickelt Descartes seine mechanistische Theorie des menschlichen Körpers.
Euklid, Ausgabe 1537. Euklid, der um 300 v. Chr. in Alexandria wirkte, gilt als „Vater der Geometrie“. Sein Hauptwerk, die Elemente, ist eine systematische Darstellung der damaligen mathematischen Kenntnisse und prägte über zwei Jahrtausende das wissenschaftliche Denken.
Die Reichsmünzordnung von 1551 war ein entscheidender Schritt zur Vereinheitlichung des zersplitterten Münzwesens im Heiligen Römischen Reich. Sie legte feste Münzfüsse und Feingehalte fest, um Handel und Steuereinnahmen zu stabilisieren und den massiven Wertverfall durch uneinheitliche Prägungen einzudämmen.
Joan Nieuhoffs China-Bericht von 1665 wurde sofort zu einem europäischen Bestseller. Aus Reiseaufzeichnungen zusammengestellt, faszinierte er mit detaillierten Beobachtungen eines damals kaum bekannten Reichs. Bereits im Erscheinungsjahr erschienen Übersetzungen ins Französische, Deutsche, Lateinische und Englische – ein früher publizistischer Triumph.
Andrea Palladio (1508–1580) war der einflussreichste Architekt der Renaissance. Mit seinen Villen, Palästen und Kirchen schuf er eine harmonische Architektur, die antike Proportionen mit praktischer Klarheit verband.
Handschriftlicher Adelsbrief für Leopold Spitzl von Peitzenstein aus dem Jahr 1783. Solche Urkunden folgen strengen formalen Regeln, enthalten Wappenbeschreibungen und Rechtsprivilegien und spiegeln die hierarchische Gesellschaft der Spätaufklärung ebenso wie die Bedeutung staatlicher Anerkennung wider.
Conrad Conzetts Zeitung "Der Volksfreund", Ausgabe 1882. Die Ausgabe spiegelt die frühen Bemühungen wider, breiten Bevölkerungsschichten Zugang zu Wissen, vernünftiger Meinungsbildung und sozialem Fortschritt zu ermöglichen.
In Freien Stunden, das von Verena Conzett herausgegebene Familienmagazin, wurde zu einem der erfolgreichsten Schweizer Volksblätter des frühen 20. Jahrhunderts. Es verband Unterhaltung mit praktischer Lebenshilfe, politischer Bildung und sozialer Aufmerksamkeit. Das Magazin stärkte besonders Arbeiterfamilien und markierte Conzetts Weg zu einer einflussreichen Verlegerin.
Arbeit sollte Energie geben, nicht rauben. Doch in unserer Gesellschaft ist sie oft zum reinen Mittel geworden, um Geld zu verdienen. Wer nur arbeitet, um seinen Lebensunterhalt zu sichern, verliert nach und nach die innere Verbindung zu dem, was er tut. Das blosse Gefühl, sich für Geld abzumühen, zermürbt – weil es das Schöpferische, Sinnstiftende verdrängt.
Inspiriert zu arbeiten scheint für viele Menschen eine Utopie zu sein. Doch das liegt weniger an ihnen selbst als an den Strukturen, in denen sie tätig sind: Effizienzdruck, Hierarchien und ständige Kontrolle lassen kaum Raum für Eigeninitiative oder Freude. Arbeit wird gemessen – an Zahlen, Zielen, Gewinn – statt an Lebendigkeit, Entwicklung oder Gemeinschaft.
Aber es gibt Wege, die Balance zurückzugewinnen. Sinn entsteht, wenn Arbeit als Beitrag verstanden wird – nicht nur zum eigenen Einkommen, sondern zum Ganzen. Selbstbestimmung und Vertrauen setzen Energie frei, weil sie Verantwortung ermöglichen. Und wo Kooperation wichtiger wird als Konkurrenz, wandelt sich Arbeit in etwas, das trägt statt erschöpft.
Vielleicht ist inspirierende Arbeit keine Utopie, sondern eine Aufgabe: unsere ökonomischen und kulturellen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass Arbeit wieder Ausdruck menschlicher Kreativität sein kann. Dann wäre sie nicht mehr das Gegenteil von Leben – sondern eine seiner schönsten Formen.
„Von der besten Verfassung des Staates und von der neuen Insel Utopia“, in dem Thomas Morus, wohl in Anlehnung an Platons Dialog Timaios, ein erfundenes Inselreich mit einer ganz anderen Gesellschaftsstruktur beschrieb, als sie zu seiner Zeit in England herrschte.
Theodor Herzls Altneuland entwirft ein utopisches Israel: sozial gerecht, ohne Rassismus, Militarismus oder Trennung der Bevölkerung – ein gemeinsames Land für alle. Gerade heute wäre eine Neuauflage hochaktuell. Die Hagalil-Edition existiert, ist aber vergriffen und nur noch als E-Book erhältlich.
Ein utopischer Klassiker voller Technikskepsis und Anti-Viktorianismus: In dieser Gesellschaft sind Armut, Krankheit und Behinderung Verbrechen, während Mord therapierbar gilt. Universitäten lehren Unvernunft, Kirchen dienen als Banken. Die vergriffene deutsche Übersetzung erschien 1998 in der Anderen Bibliothek.
William Morris entwirft eine handwerkliche, selbstverwaltete Utopie: Gemeinschaften, die sich um Schönheit, Arbeit und gegenseitigen Austausch vereinen. Als Begründer des Arts and Crafts Movement feiert er Einfachheit und Kooperation. Die letzte deutsche Ausgabe erschien 2016 bei nautilus; Ruth Kinnas Würdigung ergänzt das Werk eindrucksvoll.
Eine Schweizer Utopie von 1983, noch vereinzelt über linke Webseiten erhältlich. Sie beschreibt kleine, auf freiem Austausch basierende Gemeinschaften – ein vergessenes Gegenmodell zu Konkurrenz und Konsum. Ein Klassiker, dessen Wiederentdeckung heute neue Aufmerksamkeit und inspirierende Impulse verdienen würde.
Diese Utopie ist eher eine Anleitung zur Entstehung von Utopien. Sie behandelt Prinzipien des utopischen Denkens, die Rolle von Kindern, Religion und Gemeinschaft. Mitunter technisch und belehrend, doch ein faszinierender, bislang nie ins Deutsche übersetzter Text über die schöpferische Kraft des utopischen Geistes.
Der Euhemerismus gilt oft als naive Religionstheorie – Götter seien vergöttlichte Menschen. Doch Euhemeros bettete diese Idee in die erste Utopie der Geschichte ein: Panchaia, ein vernünftiges, kommunistisches Inselreich, das vorbildliche Menschen statt Götter verehrt. Seine „Heilige Schrift“ richtet sich bewusst gegen Platons autoritäres Atlantis. Der nur über Diodor überlieferte Text ist kurz, aber in Kombination mit Iambulos’ Inseln der Sonne ließe sich seine Bedeutung als Ursprung der utopischen Tradition eindrucksvoll neu beleben.
Foignys Australienreise (um 1670) ist eine außergewöhnliche „Schiffbruch-Utopie“ auf einer Insel von Hermaphroditen. Anders als Morus, Campanella oder Bacon entwirft Foigny keinen idealen Staat, sondern eine egalitäre, staatsskeptische Gesellschaft. Besonders modern: die Aufhebung der Geschlechter und die Erfindung einer eigenen, geschlechtsneutralen Sprache.
Ein Journalist reist in eine wilde Bergregion, während sein autoritäres Heimatland Krieg führt. Dort entdeckt er eine herrschaftsfreie Gemeinschaft, die ihm wahre Freiheit offenbart. Diese neue, eindrückliche Utopie verbindet politische Kritik mit pädagogischem Erzählen – ein poetisches Plädoyer für Selbstbestimmung und friedliches Zusammenleben.
Eine ungewöhnliche Utopie des marxistischen Literaturtheoretikers: Er sieht im amerikanischen Militär eine potenziell utopische Institution – international, sozial abgesichert, medizinisch versorgt, effizient und prinzipiell egalitär, wenn Ränge abgeschafft würden. Eine provokante, viel diskutierte Vision, die gesellschaftliche Ordnung radikal neu denkt.
Gerrard Winstanley, Anführer der „Digger“-Bewegung, wandte sich gegen Einhegungen und Privatisierung des Gemeinlands. Sein Pamphlet gilt als frühes Zeugnis eines ländlich geprägten Proto-Sozialismus und als Keimzelle des christlichen Sozialismus – ein leidenschaftliches Plädoyer für Gemeinschaft und gemeinsames Eigentum.
Joseph Déjacque, einst Anhänger Proudhons, wandte sich wegen dessen Frauenfeindlichkeit ab und entwarf mit L’Humanisphère: Utopie anarchique eine rational-humanistische Gegenutopie. Seine „Utopie der Barrikaden“ ist ein klassisch französisches, anarchistisches Manifest – poetisch, kämpferisch, emanzipatorisch. Die deutsche Übersetzung erschien vergriffen im Karin Kramer Verlag.
In dieser Dialogutopie diskutieren der französische Baron de Lahontan und der Wyandot Adario über Eigentum, Politik und Erziehung. Adarios indigene Perspektive stellt Europas feudale Ordnung radikal infrage. Ob fiktiv oder real – seine Stimme, wohl die des Kandiaronk, prägte Rousseau, Diderot und die gesamte französische Aufklärung.
Ein früher feministisch-sozialistisch-mythologischer Roman, der eine leuchtende Gegenwelt entwirft – visionär, poetisch und bis heute inspirierend. Als Klassiker der utopischen Literatur verdient er eine neue, kommentierte Ausgabe. Die einzige erhältliche Fassung erschien einst im scaneg-Verlag, der wohl nicht mehr existiert.
Ursula Le Guins The Eye of the Heron ist eine der poetischsten und stillsten Utopien überhaupt – eine pazifistische Erzählung von Gemeinschaft und Widerstand. Obwohl Le Guins Werke meist gut zugänglich sind, erschien dieser Roman nur einmal, 1982, im Band FUTURA. Frauen schreiben Science Fiction – längst vergriffen.
Ein klassischer frühkommunistischer Roman, der einen wohldurchdachten Staatssozialismus entwirft. Die daraus entstandene Ikarier-Bewegung fand im 19. Jahrhundert viele Anhänger und gründete mehrere, bald gescheiterte Kolonien. Eine seltene, längst vergriffene deutsche Übersetzung erschien im Karin Kramer Verlag.
Frank Calloway ist ein erfahrener Ermittler und erhält von Heather Flower den Auftrag, eine Recherche über die dunkle Rolle des Geldes durchzuführen.
Er soll die Spur vom Tauschmittel über Wert und Mehrwert verfolgen und bis tief ins Geheimnis des Geldes vordringen. Was löst den dauernden Wachstumszwang aus? Anfangs ist er verwirrt, da er weiss, dass es im Mittelalter Münzen gab und Menschen Dinge kauften. War das schon Geld?
Ganzer Film: 55 Minuten, unterteilt in 10 Kapitel zu 5 Minuten.
00 - Der Auftrag
01 - Tauschmittel
02 Wert
03 Mehrwert
04 Geldschöpfung
05 Gelddeckung
06 Vermehrung
07 Konkurrenz
08 Der Staat
09 Eigentum
10 Kapital
Am Film Geld bewegt? ist besonders, dass er sechs Menschen ganz persönlich nach der Bedeutung von Geld für ihr eigenes Leben befragt. Die Antworten sind so individuell und unverwechselbar, dass sie ein überraschend vielschichtiges Bild davon zeichnen, was Geld für jeden Einzelnen bedeutet.
The film “The Million Pound Note” (1954) is a British comedy film based on the Mark Twain short story “The Million Pound Bank Note”. In this film, two wealthy brothers, Oliver and Roderick Montpelier, engage in a bet. They give a randomly chosen poor man (Henry Adams, played by Gregory Peck) a one million pound note to see whether he can survive for a month without spending it.
Ein berühmter Dichter und Finanzexperte fragte sich, wie das Fiasko von John Law möglich war – lag es am Einzelnen oder am System? Seine Entdeckung erschien ihm so ungeheuerlich, dass er sie zu Lebzeiten nicht veröffentlichen liess.
Das Booklet bietet einen Einblick in Goethes "Faust" und beleuchtet zentrale Themen wie den faustischen Pakt, die Rolle des Geldes und die Kapitalfunktion – jeweils mit ausgewählten Zitaten und kurzen Interpretationen. Es verbindet literarische Reflexionen mit aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen und zeigt, wie der Mythos Faust auch heute noch von grosser Bedeutung ist.

Fortunatus ist heute noch aktuell, weil er grundlegende Fragen zum Umgang mit Reichtum, zur Wirkung von Geld und zu menschlichen Sehnsüchten und moralischen Dilemmata thematisiert.
Fortunatus bleibt aktuell, weil die grundlegenden Fragen nach Geld, Glück, Macht und Ethik nie an Bedeutung verlieren – und weil das Thema „magisches Geld“ (heute etwa Kreditwirtschaft, neue Zahlungsformen oder Finanzblasen) nach wie vor unser Denken und unsere Gesellschaft prägt.
Es ist wichtig, dass Geldbegriffe definiert werden, weil sie die Grundlage unseres wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Denkens bilden. Ohne klare Definitionen entstehen Missverständnisse, Machtverschiebungen bleiben unsichtbar und zentrale Fragen werden nicht gestellt.
Eruption ist eine Hommage an Silja Graupe, eine unermüdliche Kämpferin für eine zeitgemässe ökonomische Bildung. Der Film zeigt, dass neue Weltbilder selten allmählich entstehen, sondern meist durch eruptive Ereignisse angestossen werden. Auf solche Umbrüche sollte man vorbereitet sein, um im entscheidenden Moment handeln zu können. Die Vision: Ökonomische Bildung soll junge Menschen befähigen, Wirtschaften im umfassenden Sinn zu verstehen und drängende Fragen aktiv mitzugestalten – weit über reine Mathematik hinaus.
Hier finden Sie ausgewählte Videos zu MoneyMuseum-Texten, die mit Hilfe von google's NotebookLM-Programm in kurzen Slide Präsentationen zusammengefasst sind.
Unsere schönsten Bücher präsentieren sich hier in einer Minute – wie ein Panorama aus Geschichten, Bildern und Ideen. Ein kurzer Blick genügt, um ihre Vielfalt und Schönheit zu erahnen und Lust auf mehr zu bekommen.
1300 Marco Polo Faksimile (von 1900)
1470 Tschachtlan Berner Chronik Faksimile
1507 Etterlin Chronik
1515 Diebold Schilling Die Burgunder Kriege, Ausgabe 1743
1526 Plutarch De virtute morali
1531 Schwarzenbergs Cicero
1531 Euklid, Die Elemente, erste vollständige Zusammenstellung der euklidischen Texte
1535 Eidgenössische Schodoler Chronik Faksimile
1539 Boccaccio muleribus
1548 Stumpf Chronik
1549 Cicero, De Arte Rhetorica
1549 Aristoteles Buch der Ethik
1550 Boethius Trost der Philosophie
1550 Machiavelli Il Principe
1565 Luther Das Neue Testament
1567 Tischreden Luthers
1577 Simler Chronik der Eidgenossenschaft
1579 Chesseneux Catalogus Gloriae Mundi
1580 Heerbrand, Neuer Päpstlicher Ablass
1581 Sacrobosco Astronomia
1581 Zwingli Gesamtausgabe
1582 Winckler Vom Ende der Welt
1590 Boccaccio Il Decamerone
1596 Clavius Astronomia
1607 Nautica Mediteraneo
1622 Stettler Chronik
1633 Constitution Criminalis Carolina
1633 Wechselbuch Ordonnancie
1655 Galileo Galilei Discorso
1657 Agricola De Re Metallica
1665 Codex Theodosianus
1665 Nieuhoff La Chine
1673 Ogilby Asia
1676 Savary Der perfekte Kaufmann
1680 Französische Kriegswirtschaft
1689 Lexikon Calvini
1696 Corpus Juris Canonici
1698 Palladius
1711 Abraham Etwas für Alle
1713 Wilkins Verteidigter Copernicus
1716 Wechselbuch
1718 Galileo Galilei Opere
1718 Die Schlossdiebe und ihre Bestrafung
1721 Schatz- und Rentkammer, Frh. von Schrödern
1727 Commentarius Carolina Gerichtsordnung
1728 Pemberton Newton's Philosophy
1732 Homann Atlas Novus
1736 Tschudi Chronikum Helveticum
1738 Voltaire - Philosophie de Newton
1739 Lauffer Geschichte der Schweiz
1741 Histoire Cérémonie Picard
1749 Montesqieu L'Esprit des Loix
1748 Herrliberger Heilige Ceremonien
1756 Ferguson Newton Principles
1759 Todes-Tanz, Meyer Rudolf und Conrad
1759 Eisenhart Juristische Sprichwörter
1766 Schoepflin, Alsatia Illustrata
1774 Rousseau L’Emile
1768 Penther Sonnenuhren
1785 Kunkels Glasmacherkunst
1787 Cook's Dritte Reise
1796 Hebammen Unterricht
1797 Stedman Sklaverei in Surinam
1799 Platon Politeia, deutsche Übersetzung
1810 Kleist, Michael Kohlhaas
1841 Burton Afrikanischer Sklavenhandel
1844 Töpffer Voyages en Zigzag
1852 John Stuart Mill
1890 News from Nowhere
1894 Thomas von Aquin, Summa Theologica, in Latein
Rilke Das Stundenbuch
1922 Goethe, Werther
1922 Goethe, Iphigenie auf Tauri
1926 Platon Tres Epistolae
1926 Codex Manesse
1948 Samuelson Economics
1950 Voltaire Candide
1920 Papalagi
1957 Homo faber
2007 Harry Potter
DU-Magazin
Künstler Bücher
Manesse Bibliothek der Weltliteratur
Oltener Bücherei
Vor 5.000 Jahren begann mit der Keilschrift die Schriftrevolution. Unter den Persern entstand das erste Gold-Silber-System, gefolgt von der athenischen Tetradrachme als früher Leitwährung des Mittelmeerraums. Rom prägte den Denar, was in Kriegszeiten zu Inflation führte. Im Mittelalter reformierte Ludwig der Fromme das Münzwesen, und der florentinische Fiorino stand für wirtschaftliche Stärke. Silbermünzen wie der Maria-Theresien-Taler wurden grenzüberschreitende Handelswährungen. Der französische Franc symbolisierte revolutionäre Ideen, während unter Georg III. Großbritannien seine Währung modernisierte – auf dem Weg zur nächsten globalen Leitwährung.
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Im Schatten der Adler Roms erzählt die Münzgeschichte der römischen Republik – anhand einer sorgfältig kuratierten Sammlung, die das MoneyMuseum vor Jahren erwerben konnte. In diesem Video berichtet Lektorin Ursula Kohler vom großen Aufwand und der Sorgfalt, die in die Entstehung des Buches eingeflossen sind.
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Erfolg lässt sich quantitativ leicht messen – doch spannend wird es, wenn Menschen erzählen, wie sie ihn erreicht haben. In nur zwei Minuten schildern die Probanden ihren ganz persönlichen Weg der Individuation – einzigartig, lehrreich und voller Anregungen zum Nachdenken.
Pius Notter
Art Furrer
Gabriella Baumann
Peter Koenig, money teacher
Andy Keel